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Samstag, 26. November 2011
Butch (Bouq. / Mainz)
Argy (Ibadan Records / Greek)
Sebastian Lutz (Bouq. / Mainz)
Romy S., Stuttgart, Beginn: 23:00 Uhr

Shit happens. Wenn der Shit, der happens, aber zu einer unverhofften und
positiven Wendung im Leben führt, dann kann so ein Shit schon verdammt gut
sein. Butch dürfte das bestätigen. Denn ohne schmerzhafte Knochenbrüche
würde er heute vielleicht gar nicht für beste Stimmung an den Plattentellern
sorgen – wie etwa im Romy S.
Das kam alles so: Als Teenager beschäftigte sich Butch alias Bülent Gürler
eher mit Sprayfarbe als mit Synthesizern, mit anderen Worten: Er machte
Frankfurt als B-Boy unsicher, kletterte und tanzte auf alles und allem, und
verschönerte die graue Stadt mit farbenprächtigen Graffitis. Dann brach er
sich beide Arme – wilde Tanzerei war vorerst nicht mehr drin. Er verlagerte
seine Streetstyle-Affinität aufs Auflegen, kaufte sich zwei 1210er, und lief
nur wenige Jahre später als Sechstplatzierter bei den German
DMC-Championships raus. Diverse Nächte im Dorian Gray-Club machten die Sache
dann dingfest: Butch entschloss, sein Leben dem Techno zu widmen. Gesagt,
getan: Er begann, seine eigene Definition von House und Techno zu kreieren.
Das Ergebnis: mitreißende Tanzmusik, die emotional, harmonisch und bunt ist.
2007 ging es dann richtig los: Gleich drei EPs von Butch erschienen, und
zwar nicht auf kleinen Hinterzimmer-Labels, sondern direkt auf “Craft” und
“Great Stuff”. Seitdem reißen sich die Labels um seine Tracks. Zu den
glücklichen, die Butch-Produktionen veröffentlichen durften, gehörten
“Trapez”, “AFU”, “Cécille” und einige mehr aus dieser Riege. 2008 gab es
dann mit “Papillon” sein erstes Album. 2009 schließlich gründete er zusammen
mit Amir das Label “Bouq.”, das mit qualitativen Tracks von Artists wie
Johnny D., Santé und Thomilla sowie einem quietschfidel-buntem und
einmaligen Grafikdesign schnell zu einem der Lieblingslabels der
internationalen Elektro-Szene wurde. Darauf erschien auch 2010 sein zweites
Album “Eyes Wide Open”. Und damit beweist Butch erneut sein Talent als
Top-Produzent, denn sein Sound verbindet klassichen Techhouse mit
experimentellen Einflüssen, Acid, Gitarren und allem, was sonst noch hüftet.
Was auf “Bouq.” demnächst so ansteht, wird er bei seinem Set im Romy
präsentieren – denn wer ins Romy geht, bekommt jetzt schon das zu hören,
worauf die Technowelt morgen tanzen wird.
Sahnehäubchen dieser Nacht ist der Gig von Butchs Kollegen Sebastian Lutz.
Der vielseitige Produzent – von Elektro über House bis Jazz ist alles drin –
startete seine steile Karriere 2007 mit der EP “Bodymusic Three”, die
zusammen mit Amir entstand und direkt beim properen Label “Big City Beats”
erschien. Er ist “Bouq.”-Mitglied der ersten Stunde und war schon auf der
ersten “Family & Friends”-EP 2009 vertreten. Unlängst remixte er “No Sleep”
von Santé und Thomilla – natürlich für sein Stamm-Label.







